DIE IDEE

Als ich vor drei Jahren meine Ausbildung zur Bäckerin/Konditorin an der EFA A Cancela in As Neves (Galicien/Nordwest-Spanien) begann, ahnte ich nicht, welche Wege ich mit dieser Entscheidung, mit damals 47 Jahren nochmals eine 2 jährige Berufsausbildung zu beginnen, zwei Jahre später beschreiten würde. Die wichtigsten Ingredienzen, sich auf dieses berufliche Abenteuer einzulassen, nämlich das persönliche Interesse und die Bereitschaft des praktischen und theoretischen Erlernens der umfassenden und komprimierten Ausbildung, waren auf jeden Fall zu Genüge vorhanden.

_MG_2476_InaObradoiro2Foto: Julio Fernández Echevarría

Im ersten Ausbildungsjahr standen über 300 Stunden praktische als auch theoretische Grundkenntnisse des Backhandwerks auf dem Lehrplan. In dieser Zeit wurden uns u.a. einzelne Referate zugewiesen, deren Themeninhalt es war, über galicische, spanische aber auch internationale Brote zu berichten. Das mir damals eine Einführung in die deutsche Brotkultur zugewiesen wurde, sollte nicht verwundern. Darüberhinaus bot ich an, einen separaten Vortrag über das deutsche Backhandwerk zu halten. Im Zuge der Vorbereitung des besagten Vortrages, der sehr guten Zuspruch bei meinen Kollegen und Lehrerinnen hatte, kam mir eine weitere Idee in den Sinn. Nachdem ich feststellen konnte, dass meine Kollegen so offen und positiv auf meinen Vortrag über die deutsche Brotkultur reagiert hatten, fragte ich mich, warum es für meine deutschen KollegInnen nicht ebenso interessant sein könnte, die galicische/spanische Backkultur kennenzulernen? Somit war die Idee der Intensiv BackSeminare in Spanien schon während meines ersten Ausbildungsjahres geboren.